Arabische Nächte, page 9 by Hans Bethge

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ht.

Wahrlich, wir sind dem Regen zu vergleichen,
Der stets willkommen ist, wenn er sich naht;
Keiner von uns denkt an sein eigenes Heil.

Man glaubt uns, wenn wir andere der Lüge
Bezichtigen. Doch wird es niemand wagen,
Zu zweifeln an der Wahrheit unseres Worts.

Wenn einer unsrer Helden stirbt, so ist er
Sofort ersetzt durch einen andern Helden,
Des hoher Sinn ganz unantastbar ist.

Das Feuer, das wir an den Abenden
Entzünden, um den Wanderern zu zeigen,
Wo ihnen Schutz winkt, ist noch nie erloschen,

Ohn daß ein Gast sich unserm Stamm genaht,
Um Ruhe zu erbitten. Niemals noch
Hat sich ein Gastfreund über uns beklagt.

Ruhm hat an unsre Waffen sich geheftet
In Ost und West. Wir haben unsre Klingen
Erprobt beim Spalten helmbewehrter Köpfe.

Noch keiner von den Unsern zog jemals
Sein Schwert und schob zurück es in die Scheide,
Ohn daß ein Leben ihm zum Opfer fiel.

LOB DES WEINES

AMR IBN KULTHUM

Erhebe dich! Nimm deinen Krug und gieße
Uns ein den süßen Wein von El Andar,
Denn eine holdre Labe gibt es nicht.

Gieß ein uns dieses köstliche Getränk,
Des Farbe goldig schimmert, so als hätten
Sich safranfarbene Blüten drin entfärbt.

Gieß ein uns diesen Trank, der alle Sorgen
Verjagt und der die Traurigkeit erstickt
Und unsrer Seele edeln Mut verleiht.

Gieß ein uns diesen Trank,

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