Auf Gottes Wegen, page 149 by Bjørnstjerne M. Bjørnson
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ich sein Arbeitszimmer, in dem er Patienten empfing, wenn er nicht im Krankenhaus war. Er ging gar nicht erst hinein, sondern vom Eßzimmer gleich hinaus auf den Gang. Da war rechts die Küchentür. Auf dem Küchentisch sah er eine Reihe Bierflaschen stehen; einige leer, andere noch voll. "Wem gehören die Flaschen?" -- "Dem Sattler." --"Sie meinen dem Tapezierer?" -- Kallem begriff mit einemmal, was da für "Hindernisse" vorgelegen hatten, und daß der Mann betrunken war, und die Frau noch mehr. Darum waren die Männer so lang im Hause geblieben, bis sie den Flügel geholt hatten! Sie waren mit Bier traktiert worden. "Bitte, rufen Sie mir den Dänen mal heraus!" Das Mädchen ging, und sofort kam auch das runde, glänzende Gesicht mit hundert Schelmen in den Augen zum Vorschein und dahinter die Frau, die einmal rechts und einmal links davon hervorguckte.
"Die Flaschen da gehören Ihnen?" -- "Nicht so ganz!" -- "Ihr seid also mehrere?" -- "Ja -- beim Trinken!" -- "Aber Sie haben sie bezahlt?" -- "Das Bier, ja; aber nicht die Flaschen; die muß man zurückgeben." Die Frau kicherte.
"Darf ich fragen, wie Sie heißen?" -- "Sören Pedersen heiss' ich, jawohl, Sören Pedersen!" -- "Also hören Sie mal, Sören Pedersen, wollen Sie mir die Flaschen da verkaufen?" -- "Das Bier, meinen Sie?" -- "Das Bier." -- "Aber gern!" -- "Dann haben wir heut Nacht doch was zu trinken; wir müssen nämlich durcharbeiten heut Nacht; wir möchten morgen fertig sein. Wir arbeiten mit. Wollen Sie?" -- "Wenn der Herr Doktor befehlen." -- "Und dann darf ich Sie wohl bitten, heute mit uns zu Abend zu essen?"
In drei, vier Sätzen sprang Kallem jetzt die Treppe hinauf. Ragni stand im Sonnenglanz draußen auf der Altane. Sie wandte sich nach ihm um. Er fragte, ob sie ihr Gebet verrichtet habe. Ja; sie sei fertig.
Auch er blieb ein Weilchen auf der Altane stehen und sah nach dem Inselkindchen hinaus, das da