Auf Gottes Wegen, page 159 by Bjørnstjerne M. Bjørnson

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e, wie sie auf norwegisch heiße. Er fragte Kent, ob man sie nicht den "Leuchter des heiligen Olaf" nenne. Er fragte wie ein Apotheker und erhielt Antwort wie aus einem Herbarium. Ragni verlor sich immer weiter von den beiden weg. Der Duft, der ihr aus dem Blütenkelch entgegenströmte, mahnte sie, weiter vorzudringen; die Blume war ja gesandt, um sie immer tiefer hineinzulocken. Tiefer hinein und ein bißchen weiter zurück -- fort von den andern. Sie hörte sie plaudern; im Wald klingt jeder Laut so deutlich; sie hörte ein paar aufgescheuchte Vögel. Doch jetzt, nur ein Stückchen weiter weg, hörte sie bloß noch das Knistern ihrer eigenen Schritte auf dem Waldboden. Eine einzige kleine Sauerkleeblüte fand sie noch, einen kleinen Nachzügler. Verstimmt lugte sie aus ihren vielen kleeartigen Blättchen hervor; -- ob sie wußte, daß sie ihre Genossen verloren hatte?

"Weiter, weiter!" sagten sie alle; ja, dort hinein lockten sie alle, die Linnäen und die heiligen Leuchter und der Sauerklee; bloß deswegen war der eine, letzte noch zurückgeblieben. Und jetzt war Ragni bei den Siebensternen[3], die große Familienzusammenkunft abhielten. Alle warteten darauf, sie zu sehen; kein Fuß noch war hier geschritten in diesem Jahr. Ragni kniete zwischen ihnen nieder und erzählte, daß sie von weit, weit hergekommen sei -- erzählte ohne Worte; die waren unter ihnen nicht nötig: Tür um Tür hatte sie aufgeschlossen, um in Norwegen einzudringen; kaum hatte sie die eine geöffnet, so lag dahinter eine andere ... bis Ragni jetzt endlich zu ihnen kam. Gleich, als sie die Linnäa sah, wußte sie -- jetzt stand sie vor der letzten Tür. Und hier war das Innerste. All das Große, Gefahrvolle draußen -- vom Meer an -- all das Mächtige und Böse, das Bunte und Geschäftige, all die Herrlichkeit und all die Schrecken,.. sie wiesen nur tiefer hier herein; hier here

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