Auf Gottes Wegen, page 259 by Bjørnstjerne M. Bjørnson

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ichte sie ihm etwas, ebenso wie er seine Furcht verheimlichte? O Gott, so kummervoll fragend sucht kein Auge das andere, es sei denn in Todesangst! Auch ihn packte sie.

"Haben Sie in der letzten Zeit außergewöhnlich viel gehustet?" Sie schien unsicher, was sie antworten solle, und blickte flehend auf Kallem. Ihre Hände zitterten, und sie wollte es verbergen; Meek sah es. "Fühlen Sie sich sehr matt, wenn Sie spazieren gehen?" fragte er. Wieder blickte sie verzweifelt auf Kallem, als wolle sie ihn dafür um Verzeihung bitten. "Kommen Sie leicht außer Atem?" fuhr der andere fort. -- "Ja." -- "Fühlen Sie sich manchmal sehr entkräftet, -- fast als ob Sie ohnmächtig werden wollten?" In schrecklicher Angst sah sie jetzt Kallem an. -- "Sind Sie etwa schon in Ohnmacht gefallen?" -- "Ja." -- "Ist das wahr?" rief Kallem. -- "Ja, heute", sagte sie hastig, mit zitternder Stimme. -- "Nachdem ich mit Ihnen gesprochen hatte?" -- "Ja. Ich wollte gern ein bißchen frische Luft schöpfen, und ..." Bei diesen Worten brachen die Tränen hervor.

Meek wartete eine Weile. "Wenn Sie husten, --haben Sie dann Schmerzen hier?" er zeigte auf das rechte Schlüsselbein. Sie nickte. "Haben Sie jemals Ihren Auswurf angesehen?" Sie antwortete nicht. "Haben Sie ihn nie angesehen?" -- "Doch, gestern Abend." -- "Nun, und -- ?" Sie schwieg und starrte zu Boden. -- "War Blut darin?" -- Sie nickte; die Tränen liefen ihr über die Wangen; sie wagte nicht mehr aufzusehen.

Kallem stand da, unfähig zu sprechen. Meek fragte nicht weiter. Ragni ordnete ihre Toilette. Meek reichte ihr stillschweigend ein Tuch, das sie abgenommen hatte, als die Untersuchung begann. Und während sie hilflos dasaß und es wieder umzubinden versuchte, schien Kallem etwas einzufallen, was er im Arbeitszimmer holen mußte. Er kam nicht wieder. Sie wußte weshalb; und eine Weile zweifelte sie, ob sie überhaupt aufstehen könne, und hatte ein Gefühl, als

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