Vom Musikalisch-Schönen

Ein Beitrag zur Revision der Ästhetik der Tonkunst

Author: Eduard Hanslick
Published: 1922
Language: German
Wordcount: 40,912 / 156 pg
LoC Category: ML
Downloads: 661
Added to site: 2008.10.22
mnybks.net#: 22415
Genre: Music
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Excerpt

Betrachter Schönes vorführen in der bestimmten Absicht, daß er daran Vergnügen finde, allein diese Absicht hat mit der Schönheit des Vorgeführten selbst nichts zu schaffen. Das Schöne ist und bleibt schön, auch wenn es keine Gefühle erzeugt, ja wenn es weder geschaut noch betrachtet wird; also zwar nur für das Wohlgefallen eines anschauenden Subjekts, aber nicht durch dasselbe.

Von einem Zweck kann also in diesem Sinn auch bei der Musik nicht gesprochen werden, und die Tatsache, daß diese Kunst in einem lebhaften Zusammenhang mit unseren Gefühlen steht, rechtfertigt keineswegs die Behauptung, es liege in diesem Zusammenhange ihre ästhetische Bedeutung.

Um dieses Verhältnis näher zu untersuchen, müssen wir vorerst die Begriffe »Gefühl« und »Empfindung« -- gegen deren Verwechselung im gewöhnlichen Sprachgebrauch nichts einzuwenden ist -- hier streng unters

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