ouml;llig außerhalb der Erfahrung liegende Ereignis machte einen so starken Eindruck, daß es Mühe kostete, die Zusammenhänge zu begreifen. Es war wie eine gespenstische Erscheinung am hellen Mittag.
Eine Granate war oben am Portal des Schlosses krepiert und hatte eine Wolke von Steinen und Sprengstücken in den Eingang geschleudert, gerade, als die durch die ersten Schüsse aufgeschreckten Insassen aus dem Torweg strömten. Sie erschlug 13 Opfer, darunter den Musikmeister Gebhard, eine mir von den hannoverschen Promenaden-Konzerten her wohlbekannte Erscheinung. Ein angebundenes Pferd witterte die Gefahr eher als die Menschen, riß sich wenige Sekunden vorher los und galoppierte, ohne verletzt zu werden, in den Schloßhof.
Im Gespräch mit meinen Kameraden merkte ich, daß dieser Zwischenfall manchem die Kriegsbegeisterung sehr gedämpft hatte. Daß er auch auf mich stark gewirkt hatte, ersah ich aus zahlreichen Gehörstäuschu
Jünger sieht nicht links noch rechts, immer geradeaus; ihm geht es nur um Mut, Ehre, Überlebenskunst, Soldatentum - Militarismus eben. Da ist kein Platz für Herrschaftskritik, nicht ein einziges Mal taucht ein Warum auf. Seine Hoffnung, die Geschichte möge Leuten wie ihm wohlwollend gegenüberstehen, erfüllte sich nicht, was ist schon ein williges manipulierbares Kanonenfutter? Exzellent und eindrücklich geeschrieben, moralisch aber flach wie Kommissbrot.