Die Kugel

Eine Philosophie in Versen

Author: Otto zur Linde
Published: 1909
Language: German
Wordcount: 6,470 / 29 pg
LoC Category: PT
Downloads: 467
Added to site: 2007.04.04
mnybks.net#: 16469
Genre: Poetry
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Excerpt

in der Welt
Fragend und zagend von Stern zu Stern
Und sieht in jeglicher Himmelsfern
Die eine urewige finstere Nacht
Und nichts von all der leuchtenden Pracht.
Die Sonne sendet das schaffende Licht
Und sucht es in Sehnsucht und findet es nicht.

II.

Der Mensch ist allwissend, und dunkel er's fühlt.
In seinem Innern er suchend wühlt
Und findet langsam Stück um Stück.
Und heller und heller wird sein Blick,
Den ihm sein Ego so gänzlich getrübt.
Und wie den Säugling die säugende Amme
So liebt das Ipse die leuchtende Flamme,
Das eine urewige Objekt, das Tu.
So stirbt das Subjekt und findet die Ruh.
Allwissenheit schaff ich durch eigenen Tod,
Ich war, ich bin, ich werde -- -- Gott.

Im Anfang war das Wort.

I.

Demut steigt in sich hinein
Milliarden Weltenaxen weit.
Ist so unermesslich klein
In des Punktes Rätselewigkeit.

Innenwärts zum Innenmeere,

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